Tourdaten auf einen Blick
Distanz, Höhenmeter, Gehzeit, höchster Punkt und Region machen jede Tour nachvollziehbar und vergleichbar.
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Bergtouren, Tourdaten, Videos und praktische Erkenntnisse für Läuferinnen und Läufer – ehrlich dokumentiert und direkt fürs Training eingeordnet.

Distanz, Höhenmeter, Gehzeit, höchster Punkt und Region machen jede Tour nachvollziehbar und vergleichbar.
Untergrund, Wetter, Exposition sowie konditionelle und technische Anforderungen helfen bei der realistischen Einschätzung.
Ich ordne ein, wie Anstiege, Abstiege und wechselnder Untergrund Kraftausdauer, Stabilität, Koordination und Grundlagenausdauer fordern.
Bilder und Videos zeigen Streckencharakter, Schlüsselstellen und die Eindrücke einer Tour unmittelbar.
Hinweise zu Schuhwerk, Bekleidung, Verpflegung, Wetter und Tourenplanung unterstützen eine verantwortungsvolle Vorbereitung.
Nach jeder Tour folgt die Einordnung: Belastung, Erholungsbedarf und die wichtigsten Erkenntnisse für das weitere Lauftraining.
WANDERBLOG · SALZBURG & ALPEN
Hier findest du persönliche Tourenberichte mit Wegbeschreibung, Tourdaten, Höhenmetern, Ausrüstung, Sicherheitshinweisen, Fotos und Videos. Dazu zeige ich, was lange Wanderungen und Bergtouren für Ausdauer, Kraft und mentale Stärke bewirken können.
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Anstiege fordern Kraftausdauer und Herz-Kreislauf-System, wechselnder Untergrund trainiert Koordination und Stabilität. Im Video erkläre ich, wie Bergtouren das Lauftraining sinnvoll ergänzen können.
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DIE WICHTIGSTEN EFFEKTE
Bergtouren verbinden lange aerobe Belastung mit Kraft, Koordination und mentaler Ausdauer. Entscheidend ist eine passende Dosierung: zügig, kontrolliert und überwiegend im Sprechtempo.
Lange Anstiege beanspruchen Gesäß, Oberschenkel, Waden und Rumpf über viele Wiederholungen. Das verbessert die Fähigkeit, auch spät im Lauf Haltung und Abdruck aufrechtzuerhalten.
Zügiges Bergaufgehen im Sprechtempo ermöglicht eine lange, überwiegend aerobe Belastung. Herz-Kreislauf-System und Muskulatur arbeiten ausdauernd, ohne dass jeder Reiz laufend absolviert werden muss.
Mehrstündige Touren trainieren den Körper und die persönliche Strategie für lang andauernde Belastungen. Tempo, Kohlenhydratzufuhr, Flüssigkeit und gleichmäßiger Krafteinsatz müssen bewusst eingeteilt werden.
Mit zunehmender Höhe sinkt die Sauerstoffverfügbarkeit. Aufenthalte in moderater Höhe setzen daher einen zusätzlichen Reiz – einzelne Touren sind jedoch kein Ersatz für ein systematisch geplantes Höhentraining.
Unebener Untergrund fordert Fuß-, Knie- und Hüftstabilität. Der konzentrierte Abstieg schult Gleichgewicht, Reaktion und kontrollierte exzentrische Muskelarbeit.
Lange Anstiege verlangen Geduld, Konzentration und eine gute Einteilung. Das Erleben, über Stunden ruhig weiterzuarbeiten, stärkt Selbstvertrauen und Belastungstoleranz für lange Wettkämpfe.
MEIN PRAXISBEISPIEL · 2024
Bei meinem ersten Marathon 2024 in Salzburg bekam ich bereits nach rund 27 Kilometern Probleme mit der Energieversorgung. Gleichzeitig ließ die Kraft zunehmend nach. Für den Herbstmarathon in Graz wollte ich deshalb nicht einfach mehr laufen, sondern gezielter an genau diesen Schwächen arbeiten.
Ein wesentlicher Baustein waren zügige Bergtouren über meist 15 bis 18 Kilometer und 1.200 bis 1.400 Höhenmeter. Bergauf blieb ich bewusst im Sprechtempo, bergab ging es konzentriert und kontrolliert zurück. Damit verband ich lange aerobe Belastung, Kraftausdauer, Energieeinteilung und mentale Ausdauer in einer Einheit.
Mit weniger, aber spezifischerem Lauftraining verbesserte ich meine Marathonbestzeit innerhalb von fünf Monaten von 3:06 auf 2:45 Stunden. Eine Woche vor dem Graz Marathon stellte ich außerdem eine neue Halbmarathonbestzeit auf.
Der Berg war nicht die einzige Ursache für die Verbesserung. Er war aber ein gezielt gewählter Trainingsbaustein, der genau zu meinen Schwächen und meinem Marathonziel passte.
TOURENBERICHT · 06. SEPTEMBER 2026
Vom Parkplatz Lämmerbach über eine schöne Forststraße und vorbei an Almen hinauf zum Regenspitz – eine abwechslungsreiche Tour mit ruhigem Beginn, einem steileren alpinen Finale, Gipfelpicknick und Einkehr bei der Gruberalm.
Garmin-Aufzeichnung der gesamten Tour am 6. September 2026: Hintersee beziehungsweise Parkplatz Lämmerbach → Regenspitz → Gruberalm → Parkplatz Lämmerbach. Reine Gehzeit bedeutet Zeit in Bewegung; die Gesamtdauer enthält auch das Picknick, die Einkehr und weitere Pausen. Garmin zeichnete maximal 1.655 Meter auf. Quelle: Garmin-Aktivität 24259452586.
Wir starteten am Parkplatz Lämmerbach in Hintersee. Von dort führt die Route zunächst über eine schöne, gut gehbare Forststraße. Der gleichmäßige Untergrund macht es leicht, einen ruhigen Rhythmus zu finden und die ersten Höhenmeter kontrolliert zurückzulegen.
Unterwegs passiert man mehrere Almen. Oben bei der Alm begegneten uns Pferde und Kühe, die sich bei unserem Besuch ruhig und unproblematisch verhielten und schöne Fotomotive boten. Trotzdem gilt: Abstand halten, Tiere nicht füttern und Hunde anleinen.
Zum Ende hin ändert sich der Charakter der Tour deutlich. Der Weg wird steiler und alpiner, blieb bei unseren Bedingungen aber weiterhin gut gehbar. Konzentration, Trittsicherheit und passende Schuhe sind hier wichtiger als auf der breiten Forststraße.
Ich absolvierte die Tour an diesem Tag mit rund 20 Kilogramm schwerem Gepäck. Das erhöht die Belastung für Kreislauf, Rumpf und Beine deutlich. Für mich war es eine bewusste Herausforderung – für die normale Tour ist so viel Gewicht weder notwendig noch pauschal empfehlenswert.
Oben machten wir ein ausgedehntes Picknick und genossen die Pause, bevor es wieder bergab ging. Der Abstieg folgt zurück in Richtung Almen und verlangt vor allem auf dem steileren Abschnitt einen kontrollierten Schritt.
Bei der Gruberalm stärkten wir uns mit einem Bauernkrapfen mit Hollerkoch um 5,80 Euro und einem Kaffee um 3,80 Euro. Für uns waren das solide Preise. Die Angaben beziehen sich auf unseren Besuch am 6. September 2026 und können sich ändern. Danach ging es über den Forstweg zurück zum Parkplatz.
DER TOURENTAG IN BILDERN
Sechs scharfe, abwechslungsreiche Eindrücke vom 6. September 2026 – Almweg und Pferde, der steilere alpine Abschnitt, Gipfel, Picknick und das weite Panorama.






AUSRÜSTUNG FÜR DIESE TOUR
Die Route beginnt unkompliziert, verlangt auf den letzten gut 1,5 Kilometern aber mehr Aufmerksamkeit. Ausrüstung und Tempo sollten zum steileren Gelände und zum persönlichen Gepäck passen.
Stabile Wander- oder Trailrunningschuhe mit griffiger Sohle; besonders auf den letzten gut 1,5 Kilometern wird der Weg steiler und alpiner.
Funktionsbekleidung im Schichtsystem sowie Wind- und Regenschutz. Wetter und Temperatur können sich am Berg rasch ändern.
Ausreichend Wasser und Energie für den gesamten Tourentag. Die Gruberalm bietet eine Einkehrmöglichkeit, Öffnungszeiten bitte vorab prüfen.
Erste-Hilfe-Set, Mobiltelefon, Offline-Navigation oder Karte und eine kleine Notfallreserve. Weidevieh ruhig und mit Abstand passieren.
Die Tour wurde an diesem Tag mit rund 20 kg Gepäck absolviert. Das ist eine persönliche Erfahrung und keine Empfehlung; Gewicht immer an Kondition und Erfahrung anpassen.
TOURENBERICHT · 23. AUGUST 2026
Eine ideale flotte Vormittagstour von Marktschellenberg über eine gut gehbare, teils steile Forststraße zur Toni-Lenz-Hütte und weiter in Richtung Schellenberger Eishöhle – mit mehr als 1.000 Höhenmetern und großartigem Talblick.
Garmin-Aufzeichnung der gesamten Tour am 23. August 2026: Parkplatz Marktschellenberg → Toni-Lenz-Hütte → weiter in Richtung Schellenberger Eishöhle → gleicher Rückweg. Reine Gehzeit bedeutet Zeit in Bewegung; die Gesamtdauer enthält auch unsere Pausen und die Jause. Garmin zeichnete eine maximale Höhe von 1.520 Metern auf.
Wir starteten am Parkplatz in Marktschellenberg in Bayern. Nach wenigen Minuten beginnt der Anstieg und führt zunächst über eine gut gehbare Forststraße. Der Untergrund ist unkompliziert, die Steigung aber abschnittsweise kräftig – ideal, um rasch einen gleichmäßigen Rhythmus zu finden.
Langsam, aber sicher gewannen wir an Höhe. Auf die breitere Forststraße folgen schöne Waldwege und schmalere Steigabschnitte. Die Route bleibt gut nachvollziehbar, verlangt durch das anhaltende Gefälle beziehungsweise die Steigung aber Kondition und einen kontrollierten Krafteinsatz.
Nach rund eineinhalb Stunden erreichten wir die Toni-Lenz-Hütte. Sie liegt eindrucksvoll unter den steilen Felswänden des Untersbergs. Der Blick hinaus über Marktschellenberg, das Salzachtal und die umliegende Bergwelt macht die Hütte zu einem besonders lohnenden Vormittagsziel.
Wir entschieden uns, von der Hütte noch etwa 70 Höhenmeter weiter in Richtung der Schellenberger Eishöhle aufzusteigen. Oberhalb der Hütte wird die Landschaft felsiger und alpiner. Ein schöner Platz mit freiem Blick ins Tal war für uns der ideale Ort für die mitgebrachte Jause.
Nach der Pause ging es über die Toni-Lenz-Hütte und durch den Wald zurück nach Marktschellenberg. Gerade auf den steileren Passagen lohnt sich ein kontrollierter Schritt. Trotz des flotten Charakters bleibt der Abstieg mit mehr als 1.000 negativen Höhenmetern muskulär anspruchsvoll.
13,54 Kilometer und 3:32:30 Stunden reine Gehzeit machen diese Tour zu einer kompakten, aber intensiven Ausdauereinheit. Die 1.046 Höhenmeter fordern bergauf Kraftausdauer und Herz-Kreislauf-System, bergab Stabilität und exzentrische Belastbarkeit. Flott gegangen passt sie hervorragend in einen freien Vormittag.
DER TOURENTAG IN BILDERN
Sieben Eindrücke von der Vormittagstour – vom Start in Marktschellenberg über Waldsteige und die Toni-Lenz-Hütte bis zur Jause mit weitem Blick nahe der Schellenberger Eishöhle.







AUSRÜSTUNG FÜR DIESE TOUR
Die Wege sind überwiegend gut begehbar, doch Steilheit, Höhenmeter und der felsigere Bereich oberhalb der Hütte verlangen passende Schuhe, Kondition und Reserven.
Stabile Wander- oder Trailrunningschuhe mit griffiger Sohle für steile Forststraße, Waldsteig und den felsigeren Abschnitt oberhalb der Hütte.
Leichte Funktionsbekleidung sowie Wind- und Regenschutz. Am Untersberg können Wolken und Temperatur rasch wechseln.
Wasser und eine Jause für den Vormittag. Die Toni-Lenz-Hütte bietet eine Einkehrmöglichkeit, Öffnungszeiten aber vorab prüfen.
Erste-Hilfe-Set, Mobiltelefon, Offline-Navigation oder Karte und Sonnenschutz. Für den Abstieg ausreichend Zeit einplanen.
Als flotte Vormittagstour nur bei passender Kondition angehen: Mehr als 1.000 Höhenmeter bleiben trotz gut gehbarer Wege eine kräftige Belastung.
TOURENBERICHT · 15. AUGUST 2026
Von Krimml entlang der mächtigen Wasserfälle und auf guter Schotterstraße durch das grüne Krimmler Achental zum Tauernhaus – eine lange, technisch einfache Wanderung mit 26 Kilometern und eindrucksvollen Talblicken.
Garmin-Aufzeichnung der gesamten Wanderung am 15. August 2026: P3 Parkplatz Krimml → Krimmler Wasserfälle → Krimmler Achental → Krimmler Tauernhaus → Krimml. Reine Gehzeit bedeutet Zeit in Bewegung; die Gesamtdauer enthält auch unsere Pausen, die Einkehr und den kurzen Abstecher in den Wald. Garmin zeichnete eine maximale Höhe von 1.837 Metern auf.
Wir parkten am P3 Parkplatz, der bei unserem Besuch 8 Euro pro Tag kostete. Trotz bestem Wetter und Sonntag standen kurz vor 9 Uhr noch ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Von dort waren es rund 900 Meter bis zum Eingang der Krimmler Wasserfälle.
Der Eintritt kostete bei unserem Besuch 9 Euro pro Person. Wir folgten dem Wasserfallweg an den beeindruckenden Fallstufen entlang bis zum oberen Ende. Die Nähe zum tosenden Wasser, die Gischt und die vielen Aussichtspunkte machen schon diesen ersten Abschnitt zu einem besonderen Erlebnis.
Nur wenige Gehminuten nach der letzten Wasserfallstufe öffnet sich der Blick ins wundervolle Krimmler Achental. Die breite Schotterstraße führt ohne große technische Schwierigkeiten weiter, während links und rechts mächtige Berge das grüne Tal einrahmen.
Nach gut elf Kilometern ab unserem Startpunkt erreichten wir das Krimmler Tauernhaus. Hier kann man sehr gut einkehren und auch übernachten – ein idealer Ausgangspunkt für weitere Touren, etwa zur Warnsdorfer Hütte, zur Richterhütte und zu vielen anderen Zielen im Talschluss.
Nach einer kleinen Stärkung machten wir noch einen kurzen Abstecher in den Wald, um nach Heidelbeeren zu suchen. Leider ohne Erfolg: Die Beeren waren bereits überreif. Anschließend ging es auf demselben Weg durch das Achental und an den Wasserfällen zurück nach Krimml.
26,05 Kilometer und 5:14:16 Stunden reine Gehzeit ergeben eine lange aerobe Belastung. Technisch bleibt die Route überwiegend einfach, doch Distanz, 921 Höhenmeter im Anstieg und die Gesamtdauer von 8:26:35 Stunden verlangen eine gute Grundlagenausdauer, Verpflegungsstrategie und ausreichend Regeneration.
DER TOURENTAG IN BILDERN
Sieben Eindrücke entlang der Route – vom tosenden Wasser und dem Blick zurück auf Krimml über die weite Schotterstraße im grünen Achental bis zum Krimmler Tauernhaus.







AUSRÜSTUNG FÜR DIESE TOUR
Die Route verlangt wenig alpine Technik, aber Kondition für 26 Kilometer. Ausrüstung, Verpflegung und Wetterschutz sollten deshalb zur langen Gesamtdauer passen.
Stabile Wander- oder Trailrunningschuhe mit griffiger Sohle für den Wasserfallweg und die lange Schotterstraße durchs Achental.
Leichte Funktionsbekleidung, Sonnen- und Regenschutz. In der Gischt der Wasserfälle kann es auch bei bestem Wetter kühl und feucht werden.
Ausreichend Wasser und Energie für mehr als fünf Stunden Gehzeit. Eine Einkehr im Krimmler Tauernhaus ist möglich, ersetzt aber nicht die eigene Reserve.
Erste-Hilfe-Set, Mobiltelefon, Offline-Navigation oder Karte und eine kleine Notfallreserve für den langen Tag.
Park- und Eintrittspreise geben unseren Besuch am 15. August 2026 wieder und können sich ändern. Vor der Anreise aktuelle Angaben prüfen.
TOURENBERICHT · 14. AUGUST 2026
Von der Rudolfshütte entlang des Weißsees auf den 2.743 Meter hohen Medelzkopf, zurück zur Hütte und nach Kaffee und Kuchen hinunter zum Enzingerboden – eine gut gehbare Gipfeltour mit eindrucksvollen Gletscherblicken und langem Talabstieg.
Garmin-Aufzeichnung der gesamten Etappe: Rudolfshütte → Weißsee → Medelzkopf → Rudolfshütte → Enzingerboden. Reine Gehzeit bedeutet Zeit in Bewegung; die Gesamtdauer enthält auch unsere Pausen und die Einkehr. Weil die Tour oben an der Rudolfshütte startet und unten am Enzingerboden endet, stehen 622 Höhenmetern bergauf insgesamt 1.455 Höhenmeter bergab gegenüber. Garmin zeichnete maximal 2.760 Meter auf; die offizielle Gipfelhöhe beträgt 2.743 Meter.
Nach der Übernachtung starteten wir direkt bei der Rudolfshütte. Zu Beginn verliert der Weg rund 70 Höhenmeter und führt anschließend am Weißsee entlang. Der See, die karge Hochgebirgslandschaft und die umliegenden Gletscher bestimmen schon auf den ersten Kilometern den Charakter der Tour.
Der Weg steigt gleichmäßig an und ist über weite Strecken gut zu begehen. Erst oberhalb von etwa 2.500 Metern wird das Gelände felsiger, alpiner und stellenweise ausgesetzter. Hier sind Trittsicherheit, konzentriertes Gehen und Erfahrung auf alpinen Bergwegen wichtig, auch wenn keine extremen Bergsteigerkenntnisse erforderlich sind.
Vom Medelzkopf öffnet sich ein weiter Blick auf den Weißsee und die umliegenden Gletscher und Gipfel der Glocknergruppe. Das hochalpine Panorama macht den vergleichsweise gut erreichbaren Gipfel besonders lohnend. Bei unserem stabilen, sonnigen Wetter konnten wir die Aussicht ausgiebig genießen.
Auf demselben Weg ging es zurück zur Rudolfshütte. Dort legten wir eine längere Pause ein und stärkten uns mit Kaffee und Kuchen. Die Preise sind, wie bei einer Hütte in dieser Lage zu erwarten, alpin – für uns aber in Ordnung und als Zwischenstopp vor dem langen Talabstieg sehr willkommen.
Von der Rudolfshütte stiegen wir zu Fuß bis zum Parkplatz am Enzingerboden ab. Der Weg ist landschaftlich abwechslungsreich, technisch vergleichsweise einfach und lässt sich bei trockenen Bedingungen zügig begehen. Durch die vielen negativen Höhenmeter bleibt er muskulär trotzdem ein wesentlicher Teil des Tourentages.
13,91 Kilometer und 4:06:25 Stunden reine Gehzeit ergeben eine lange, überwiegend aerobe Belastung. Mit den Pausen waren wir insgesamt 6:39:04 Stunden unterwegs. Besonders die 1.455 Höhenmeter bergab fordern Oberschenkel, Stabilität und Konzentration – entsprechend wichtig ist eine ruhige Regeneration danach.
DER TOURENTAG IN BILDERN
Sechs Landschaftseindrücke entlang der aufgezeichneten Route – vom alpinen Weg oberhalb des Weißsees über den felsigen Gipfelbereich bis zum langen, grüner werdenden Abstieg in Richtung Enzingerboden.






AUSRÜSTUNG FÜR DIESE TOUR
Der Weg ist über weite Strecken gutmütig, führt aber oberhalb von etwa 2.500 Metern durch alpineres und ausgesetzteres Gelände. Ausrüstung und Reserven müssen deshalb zum gesamten Tourentag passen.
Stabile Berg- oder Trailrunningschuhe mit griffiger Sohle für Blockwerk, Schutt und den langen Abstieg zum Enzingerboden.
Funktionsbekleidung im Schichtsystem, Wind- und Wetterschutz sowie eine warme Reserve für den ausgesetzten Gipfelbereich.
Ausreichend Wasser und Kohlenhydrate für Gipfeltour und Talabstieg. Eine Einkehr in der Rudolfshütte ist möglich, ersetzt aber nicht die eigene Reserve.
Erste-Hilfe-Set, Mobiltelefon, Offline-Navigation oder Karte, Sonnenschutz und eine kleine Notfallreserve.
Stöcke können den langen Abstieg entlasten. Oberhalb von etwa 2.500 Metern sollten die Hände im felsigeren Gelände bei Bedarf frei bleiben.
TOURENBERICHT · 13. AUGUST 2026
Ein langer Tourentag vom Enzingerboden über die Rudolfshütte auf die 2.943 Meter hohe Hohe Fürleg und wieder zurück zur Rudolfshütte, wo wir übernachteten – mit Gletscherblick und leichter Kraxlerei im Gipfelbereich.
Garmin-Aufzeichnung der gesamten Etappe: Enzingerboden → Rudolfshütte → Hohe Fürleg → Rudolfshütte. Reine Gehzeit bedeutet Zeit in Bewegung; die Gesamtdauer enthält auch unsere Pausen. Die Gipfelhöhe beträgt 2.943 Meter, Garmin zeichnete maximal 2.929 Meter auf.
Ausgangspunkt war der große Parkplatz am Enzingerboden direkt bei der Talstation der Weißsee-Gletscherwelt. Wer möchte, kann mit der Seilbahn zur Rudolfshütte fahren oder Gepäck hinaufbringen lassen. Wir entschieden uns bewusst für den rund 6,5 Kilometer langen Aufstieg mit etwa 800 Höhenmetern und trugen unser Gepäck selbst. Der Weg ist nicht übermäßig steil, verlangt an einzelnen Passagen aber bereits Trittsicherheit.
Nach der Gepäckabgabe in der Rudolfshütte ging es über die Staumauer des Weißsees auf den alpinen Steig. Der Weg führt durch eine eindrucksvolle Hochgebirgslandschaft mit freiem Blick auf das Sonnblickkees und den vorgelagerten Eissee. In diesem Bereich zweigt die Route rechterhand in Richtung Hohe Fürleg ab.
Der Anstieg bleibt bis zum Gipfelaufbau gut gehbar, führt aber über alpines Gelände, Geröll und vom Gletscher geformte Felsplatten. Auf den letzten rund 100 Höhenmetern werden die Hände für leichte Kraxelstellen benötigt. Gute Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Orientierung und Erfahrung im hochalpinen Gelände sind deshalb Voraussetzung.
Am kleinen Gipfelkreuz konnten wir bei warmen und stabilen Bedingungen eine ausgedehnte Pause genießen. Der Blick reicht über den Weißsee, unmittelbar zu den Gletscherflächen und weit in die umliegende Welt der Dreitausender – für uns einer der eindrucksvollsten Momente der Tour.
Beim Abstieg erweiterten wir die Route um die Weißsee-Gletscherrunde über den Hans-Gruber-Weg. Diese Variante verlängert die Tour nur moderat und bietet weitere Ausblicke auf See, Gletscher und Hochgebirge. Anschließend ging es zurück zur Rudolfshütte, wo wir übernachteten. Der Steig enthält versicherte und steilere Abschnitte und sollte nur bei trockenen, sicheren Bedingungen begangen werden.
16,83 Kilometer, 1.633 Höhenmeter und 5:04:12 Stunden reine Gehzeit ergeben eine lange aerobe Belastung mit kräftigendem Bergaufanteil und koordinativ anspruchsvollem Abstieg. Mit Pausen waren wir insgesamt 8:59:42 Stunden unterwegs. Das fordert Ausdauer, Rumpf- und Beinmuskulatur sowie Konzentration – und macht eine bewusste Regeneration am Folgetag besonders wichtig.
DER TOURENTAG IN BILDERN
Sechs echte Eindrücke entlang der Route – vom morgendlichen Start und dem Aufstiegsweg über Eissee und Gletscher bis zum Gipfelkreuz und zum Rückweg über die Weißsee-Gletscherrunde.






AUSRÜSTUNG FÜR DIESE TOUR
Auch bei gutem Wetter braucht diese Kombination aus Hüttenzustieg, Gipfeltour und Gletscherweg eine vollständige und sorgfältig gewählte Bergausrüstung.
Stabile Berg- oder Trailrunningschuhe mit griffiger Sohle und sicherem Halt auf Fels, Geröll und alpinen Steigen.
Funktionsbekleidung im Schichtsystem, Wind- und Wetterschutz sowie warme Reservekleidung für den Gipfelbereich.
Ausreichend Wasser, Kohlenhydrate und eine Notfallreserve für einen langen Tourentag mit anschließendem Hüttenaufenthalt.
Erste-Hilfe-Set, Mobiltelefon, Offline-Navigation oder Karte, Sonnenschutz und eine kleine Notfallausrüstung.
Stöcke können beim langen Zustieg und beim Abstieg entlasten; im felsigen Gipfelbereich müssen die Hände frei bleiben.
TOURENBERICHT · 08. AUGUST 2026
Eine lange, hochalpine Bergtour im Riedingtal bei Zederhaus – mit 1.332 Höhenmetern, felsigem Gelände und einem eindrucksvollen Blick über das Nebelmeer.

Von Salzburg ging es über die Autobahn nach Zederhaus und anschließend in das mautpflichtige Riedingtal. Im Bereich der Schliereralm gibt es eine gute Parkmöglichkeit; das Parken war bei unserer Tour in der Maut enthalten. Zum Zeitpunkt der Tour betrug die Maut 12 Euro – aktuelle Tarife bitte vor der Anreise prüfen.
Zu Beginn verläuft der Weg über eine Forststraße und steigt leicht bis mittel an. Knapp oberhalb von 2.100 Metern verändert sich der Charakter: Der Untergrund wird zunehmend steinig und felsig. Etwa 250 Höhenmeter unter dem Gipfel folgen leichte Kletterstellen. Mit guter Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und konzentriertem Vorgehen waren diese für uns gut zu bewältigen.
Mit einer Bewegungszeit von gut viereinhalb Stunden setzt die Tour einen langen aeroben Reiz. Bergauf arbeiten Gesäß, Oberschenkel, Waden und Rumpf ausdauernd; bergab sind Stabilität, Koordination und kontrollierte exzentrische Muskelarbeit gefragt. Genau diese Kombination macht anspruchsvolle Bergtouren zu einer wertvollen Ergänzung des Lauftrainings.
Wir waren an einem stabilen Hochsommertag unterwegs. Die Temperaturen blieben angenehm – selbst am Gipfel auf rund 2.670 Metern. Unabhängig davon können Wetter und Temperatur im Hochgebirge rasch wechseln; Prognose, Gewitterrisiko und Sichtverhältnisse gehören daher vor jeder Tour geprüft.
AUSRÜSTUNG FÜR DIESE TOUR
Die Ausrüstung muss zur Tagesbedingung, zur eigenen Erfahrung und zum felsigen Gipfelbereich passen.
Berg- oder stabile Trailrunningschuhe mit griffiger Sohle und sicherem Halt im felsigen Gelände.
Funktionsbekleidung im Schichtsystem sowie Wind- und Wetterschutz – auch an stabilen Hochsommertagen.
Ausreichend Wasser, Kohlenhydrate und eine kleine Reserve für die lange Tourdauer.
Erste-Hilfe-Set, Mobiltelefon, Offline-Navigation oder Karte, Sonnenschutz und eine Notfallreserve.
Stöcke können auf Forststraße und Abstieg entlasten; einen Helm je nach Bedingungen und persönlicher Sicherheitsbeurteilung mitnehmen.







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