WISSENSBIBLIOTHEK

VERSTEHEN.
BESSER TRAINIEREN.

Lerne, warum dein Training wirkt: von Belastungssteuerung und Trainingszonen bis zu Lauftechnik, Regeneration und mentaler Stärke.

01

Lauftechnik verstehen

Fußaufsatz, Stützphase, Abdruck und Schwungphase bilden die vier zentralen Bereiche der Laufbewegung.

02

Lauf-ABC richtig einsetzen

Fußgelenksarbeit, Skippings, Anfersen, Hopserlauf, Sprunglauf, Prellfedern, Frequenzläufe und Berganläufe schulen unterschiedliche Bausteine.

03

Stabilität und Koordination

Sidesteps, Überstellschritte, Einbeinsprünge sowie Rumpf- und Hüftarbeit verbessern Kontrolle und Beinachse.

04

Technik braucht Qualität

Wenige saubere Wiederholungen sind besser als viele unsaubere. Techniktraining gehört nicht in starke Ermüdung.

05

Belastung und Erholung

Fortschritt entsteht nicht nur durch mehr Kilometer, sondern durch das richtige Verhältnis aus Trainingsreiz, Regeneration und Alltag.

06

Puls, Pace und Watt

Moderne Trainingssteuerung nutzt mehrere Perspektiven, um Belastung passend zu Bedingungen und individuellem Leistungsstand einzuordnen.

WISSEN FÜR
DEIN TRAINING.

Hier erkläre ich dir die Zusammenhänge, die ich in Trainingsplanung, Analyse und Wettkampfvorbereitung täglich anwende – verständlich, konkret und direkt für dein Training nutzbar.

01 · Lauftechnik
Skizze der vier Phasen eines Laufschritts

Die vier entscheidenden Phasen eines Laufschritts

Ein Laufschritt lässt sich verständlich in Fußaufsatz, Stütz, Abdruck und Schwung einteilen.

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Beim Fußaufsatz nehmen Fuß, Knie und Hüfte die Bodenkräfte auf. In der Stützphase stabilisieren Rumpf, Becken und Beinachse den Körper über dem Standbein. Im Abdruck entsteht der Vortrieb durch das abgestimmte Strecken von Sprunggelenk, Knie und Hüfte. Während der Schwungphase wird das Bein kompakt nach vorne geführt und auf den nächsten Bodenkontakt vorbereitet. Armarbeit, aufrechte Haltung und ein zur Geschwindigkeit passender Rhythmus verbinden diese Phasen zu einer ökonomischen Bewegung.

Mein Praxistipp: Nicht ein bestimmter Fußaufsatz allein entscheidet über gute Technik. Körperposition, Stabilität, Rhythmus und Bodenkontakt müssen gemeinsam betrachtet werden.
02 · Trainingsmethoden
Skizze verschiedener Belastungsverläufe im Lauftraining

Dauerlauf, Fahrtspiel oder Intervalle – was wirkt wann?

Unterschiedliche Trainingsformen setzen unterschiedliche Reize. Abwechslung bedeutet deshalb mehr als nur wechselnde Strecken.

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Lockere Dauerläufe entwickeln die aerobe Grundlage und erlauben viel Trainingszeit bei kontrollierter Ermüdung. Zügige Dauerläufe verbessern die Fähigkeit, ein höheres Tempo gleichmäßig zu halten. Beim Fahrtspiel wechseln schnelle und ruhige Abschnitte flexibel mit Gelände und Körpergefühl. Intervalltraining teilt eine intensive Belastung in wiederholte Abschnitte mit gezielt gewählten Pausen. Entscheidend sind dabei nicht nur Tempo und Strecke, sondern auch Dauer, Pausenform, Wiederholungszahl und der Platz der Einheit innerhalb der Trainingswoche.

Mein Praxistipp: Eine harte Einheit ist nicht automatisch die beste Einheit. Entscheidend ist, welchen Reiz dein Körper in dieser Woche tatsächlich benötigt.
03 · Trainingsplanung
Skizze von Belastung, Erholung und Leistungsanpassung

Belastung braucht Erholung, damit Leistung entsteht

Training verbessert die Leistungsfähigkeit nicht während der Belastung, sondern durch die anschließende Anpassung des Körpers.

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Eine Trainingseinheit stört zunächst das körperliche Gleichgewicht: Energiespeicher leeren sich, Muskeln und Nervensystem ermüden. In der Erholung baut der Organismus diese Systeme wieder auf und passt sie an den gesetzten Reiz an. Schlaf, Ernährung, Alltagsstress und bisherige Trainingsbelastung beeinflussen, wie schnell das gelingt. Folgt der nächste passende Reiz zum richtigen Zeitpunkt, kann Leistung Schritt für Schritt wachsen. Werden Belastungen zu dicht gesetzt, steigt das Risiko für anhaltende Müdigkeit und Überlastung.

Mein Praxistipp: Regeneration ist kein Trainingsausfall, sondern ein fest eingeplanter Bestandteil wirksamer Trainingssteuerung.
04 · Periodisierung
Skizze eines Trainingsaufbaus bis zum Wettkampf

Warum ein Trainingsjahr in Phasen aufgebaut wird

Vom Einstieg bis zum Wettkampf verändert sich der Schwerpunkt – nicht jede Fähigkeit muss jederzeit maximal trainiert werden.

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Eine sinnvolle Planung beginnt mit einer stabilen Grundlage und allgemeiner Belastbarkeit. Danach werden Umfang, Intensität und wettkampfspezifische Inhalte schrittweise gezielter. Belastungswochen wechseln mit leichteren Wochen, damit der Körper die Reize verarbeiten kann. Vor dem Hauptwettkampf wird der Umfang reduziert, während kurze gezielte Reize die Spannung erhalten. Nach intensiven Wettkampfphasen folgt bewusste Erholung. So entsteht ein nachvollziehbarer Aufbau statt einer Aneinanderreihung zufälliger Einheiten.

Mein Praxistipp: Der Plan orientiert sich am Zieltermin, bleibt aber flexibel genug für Beruf, Familie, Krankheit und deine tatsächliche Trainingsreaktion.
05 · Trainingssteuerung
Skizze von Herzfrequenz, Lauftempo und Belastungsgefühl

Herzfrequenz, Pace und Gefühl richtig einordnen

Kein einzelner Messwert erklärt eine Einheit vollständig. Erst mehrere Perspektiven ergeben ein belastbares Bild.

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Die Herzfrequenz beschreibt die innere Beanspruchung, reagiert aber auch auf Wärme, Stress, Schlaf, Flüssigkeit und Vorermüdung. Die Pace zeigt die äußere Leistung, wird jedoch von Wind, Steigung und Untergrund beeinflusst. Das subjektive Belastungsgefühl ergänzt beide Werte: Atmung, Gesprächsfähigkeit und muskuläres Gefühl helfen bei der Einordnung der Tagesform. Individuell ermittelte Trainingszonen geben diesen Informationen einen sinnvollen Rahmen und machen Abweichungen verständlich.

Mein Praxistipp: Trainiere nach persönlichen Bereichen und bewerte einzelne Werte immer im Kontext – nicht nach starren Standardformeln.
06 · Läufergesundheit
Skizze eines Läufers bei Stabilitäts- und Kraftübungen

Athletiktraining macht den Laufapparat belastbarer

Ausdauer allein genügt nicht: Füße, Waden, Knie, Hüfte und Rumpf müssen jeden Schritt stabil aufnehmen und weiterleiten.

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Gezieltes Kraft-, Stabilitäts- und Koordinationstraining verbessert die Kontrolle der Beinachse, die Rumpfstabilität und die Fähigkeit, Kräfte ökonomisch zu übertragen. Besonders wichtig sind Fuß- und Wadenmuskulatur, Gesäß, Hüfte und Rumpf. Die Belastung sollte technisch sauber beginnen und über Wiederholungen, Widerstand oder anspruchsvollere Varianten schrittweise gesteigert werden. Regelmäßigkeit und eine sinnvolle Einordnung neben Lauf- und Erholungstagen sind wichtiger als maximale Erschöpfung.

Mein Praxistipp: Kurze, konsequente Athletikeinheiten sind nachhaltiger als seltene, überfordernde Programme.

STÄRKER LAUFEN
DURCH BERGSTEIGEN.

Warum Bergsport eine wertvolle Ergänzung zum Lauftraining sein kann: Anstiege fordern Kraftausdauer und Herz-Kreislauf-System, wechselnder Untergrund trainiert Koordination und Stabilität, und lange Touren stärken die Belastbarkeit.

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Markus ZaunerReitberg 158, 5301 Eugendorfdeinlauftrainer1994@gmail.comInstagram: @markus_zauner_running ↗YouTube: Dein Lauftrainer ↗