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Markus Zauner bei einer Bergtour mit Blick auf den See

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AKTUELLSicher trainieren

Laufen bei Hitze: Was dein Körper jetzt braucht

Hitze verändert die Belastung deutlich. Dasselbe Tempo kann sich schwerer anfühlen und einen höheren Puls verursachen – deshalb zählt an heißen Tagen die innere Belastung mehr als die gewohnte Pace.

Puls & TempoFlüssigkeitKühlungWarnzeichen
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Tempo und Puls anpassen

Der Körper muss während des Laufens nicht nur die Muskulatur versorgen, sondern zusätzlich Wärme über Haut und Schweiß abgeben. Dadurch kann die Herzfrequenz bei gleicher Geschwindigkeit höher liegen. Laufe nach Gefühl und persönlicher Herzfrequenzzone, reduziere Tempo und Dauer und verschiebe intensive Einheiten bei starker Hitze. Ein langsamerer Lauf ist an solchen Tagen keine schlechtere Einheit.

Zeitpunkt, Strecke und Kleidung

Nutze nach Möglichkeit die kühlen Morgenstunden oder den späteren Abend und meide die heißeste Tageszeit. Schatten, kurze Runden mit Ausstiegsmöglichkeit und Zugang zu Wasser erhöhen die Sicherheit. Leichte, luftige und helle Kleidung, Kopfbedeckung sowie geeigneter Sonnenschutz unterstützen die Wärmeabgabe.

Trinken und Elektrolyte

Beginne gut hydriert und trinke regelmäßig – nicht erst dann, wenn starker Durst entsteht. Der Bedarf hängt von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Dauer, Intensität und deiner individuellen Schweißrate ab. Bei längeren oder sehr schweißtreibenden Belastungen können neben Wasser auch Elektrolyte sinnvoll sein. Extrem große Trinkmengen in kurzer Zeit sind ebenfalls keine gute Strategie.

Kühlung und Regeneration

Kühle vor oder nach dem Training Haut und Nacken mit Wasser, suche Schatten und wechsle rasch aus nasser Kleidung. Nach der Einheit sind Flüssigkeit, eine normale Mahlzeit, Ruhe und Schlaf wichtiger als ein zusätzlicher Trainingsreiz. Bleibt der Ruhepuls erhöht oder fühlst du dich ungewöhnlich erschöpft, plane mehr Erholung ein.

Warnsignale ernst nehmen

Beende die Einheit sofort bei Schwindel, Schwäche, Übelkeit, ungewöhnlichen Kopfschmerzen, Koordinationsproblemen, starkem Leistungsabfall, Gänsehaut trotz Hitze oder schmerzhaften Krämpfen und gehe an einen kühlen Ort. Verwirrtheit, Bewusstseinsstörung, Kollaps oder eine sehr heiße Haut können auf einen Hitzschlag hinweisen: Das ist ein medizinischer Notfall – Rettung 144 rufen und sofort mit Kühlung beginnen.

Wer besonders vorsichtig sein sollte

Bei akuten Erkrankungen, Fieber, Herz-, Nieren- oder Atemwegserkrankungen sowie bei Medikamenten, die Flüssigkeitshaushalt oder Wärmeregulation beeinflussen, ist besondere Vorsicht nötig. Im Zweifel sollte vor dem Training medizinischer Rat eingeholt werden.

Merksatz: An heißen Tagen steuerst du die Einheit nach Körperreaktion und Sicherheit – nicht nach der Pace, die bei 15 Grad möglich wäre.
Quellen und weiterführende InformationenÖsterreichisches Gesundheitsportal: HitzschlagÖsterreichisches Gesundheitsportal: Essen & Trinken bei HitzeWHO: Heat and health
02Trainingswissen

Schwellenläufe: schnell, kontrolliert und richtig dosiert

Schwellentraining verbessert die Fähigkeit, ein hohes Tempo länger kontrolliert zu halten. Entscheidend sind die individuell passende Intensität, eine sinnvolle Form der Einheit und genügend Regeneration danach.

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Was ist ein Schwellenlauf?

Als Schwellenlauf wird eine Belastung nahe der individuellen zweiten physiologischen Schwelle bezeichnet. In diesem Bereich ist das Tempo deutlich fordernd, aber noch kontrollierbar: Die Atmung ist kräftig, einzelne kurze Sätze sind meist noch möglich und das Gefühl liegt ungefähr bei 7 bis 8 von 10. Die Schwelle ist jedoch kein einzelner magischer Puls- oder Laktatwert. Je nach Testverfahren werden Laktatschwelle, zweite ventilatorische Schwelle, respiratorischer Kompensationspunkt oder maximales Laktat-Steady-State unterschieden. Diese Punkte liegen nicht bei jedem Menschen exakt auf derselben Geschwindigkeit oder Herzfrequenz.

Modell 1: kontinuierlicher Tempodauerlauf

Die klassische Variante ist ein gleichmäßiger Lauf nahe, meist knapp unterhalb der Schwelle. Je nach Leistungsstand können zunächst 15 bis 20 Minuten genügen; gut trainierte Läuferinnen und Läufer absolvieren häufig etwa 20 bis 40 Minuten am Stück. Der Vorteil ist ein ruhiger, wettkampfnaher Rhythmus. Der Nachteil: Wird zu schnell begonnen, steigt die Belastung im letzten Drittel stark an und aus dem kontrollierten Schwellenlauf wird eine deutlich härtere Einheit.

Modell 2: Schwellenintervalle oder Cruise-Intervalle

Hier wird die Belastungszeit in längere Abschnitte geteilt, zum Beispiel 3 × 8 bis 10 Minuten, 4 × 6 bis 8 Minuten oder 5 × 5 Minuten. Dazwischen liegen meist ein bis drei Minuten sehr lockeres Traben. Die kurzen Pausen sollen nicht vollständig erholen, sondern helfen, Technik, Tempo und Stoffwechsellage länger kontrolliert zu halten. Für viele Freizeitläufer ist diese Form leichter sauber zu steuern als ein langer Tempodauerlauf.

Modell 3: progressive und bergauf gelaufene Schwelle

Bei einem progressiven Schwellenlauf beginnt die Belastung bewusst etwas unterhalb der Zielintensität und nähert sich erst im Verlauf der Schwelle. Bergauf-Intervalle können die Herz-Kreislauf-Belastung bei geringerer absoluter Geschwindigkeit erzeugen, erhöhen aber die muskuläre Beanspruchung von Waden, Oberschenkeln und Gesäß. Beide Varianten müssen zum Trainingsziel, zur Lauftechnik und zur aktuellen Belastbarkeit passen.

Sondermodell: Double Threshold

Beim Double-Threshold-Modell werden zwei kontrollierte Schwellenbelastungen an einem Tag absolviert, häufig mit Laktatmessungen und mehreren Stunden Abstand. Das stammt aus dem Hochleistungssport und funktioniert dort nur im Zusammenspiel mit sehr hohem Trainingsumfang, konsequenter Intensitätskontrolle und lockeren Tagen. Für die meisten Freizeitläufer ist es weder notwendig noch sinnvoll. Eine einzelne gut dosierte Schwellenbelastung liefert bereits einen starken Reiz.

Wie wird Schwellentraining eingesetzt?

Schwellenläufe passen besonders in die Vorbereitung auf 10 Kilometer, Halbmarathon und Marathon, weil sie die Fähigkeit entwickeln, ein zügiges Tempo ökonomisch und kontrolliert zu halten. Für viele Läufer genügt eine Schwellenbelastung pro Woche. Ein- und Auslaufen gehören dazu; Umfang und Intensität werden schrittweise aufgebaut. Die gesamte Zeit im Schwellenbereich kann zu Beginn bei 15 bis 20 Minuten liegen und später – abhängig von Erfahrung, Trainingsphase und Wochenumfang – auf etwa 30 bis 40 Minuten steigen.

Mit welchen Anpassungen ist zu rechnen?

Regelmäßiges, passend dosiertes Ausdauer- und Schwellentraining kann die Geschwindigkeit beziehungsweise Leistung an der Laktat- oder ventilatorischen Schwelle erhöhen. Der Körper kann bei höherem Tempo länger überwiegend aerob arbeiten, Laktatbildung und -verwertung besser ausbalancieren und die vorhandene maximale Sauerstoffaufnahme zu einem größeren Anteil nutzen. In Studien wurden messbare Veränderungen häufig nach etwa vier bis acht Trainingswochen sichtbar. Wie stark sie ausfallen, hängt jedoch von Ausgangsniveau, Trainingsumfang, Progression, Ernährung, Schlaf und individueller Reaktion ab.

Wie lange dauert die Erholung?

Es gibt keine fixe Erholungszeit, die für alle gilt. Als praktische Orientierung sollten nach einem normalen Schwellenlauf meist etwa 36 bis 48 Stunden bis zur nächsten harten Laufeinheit liegen. Sehr erfahrene Athleten können eine moderate Einheit teilweise nach 24 Stunden verarbeitet haben; nach ungewohnt hoher Belastung, schlechter Ernährung, Schlafmangel oder deutlichem Muskelkater können 48 bis 72 Stunden oder mehr nötig sein. Am Folgetag passen daher meist Pause, Spaziergang, lockeres Radfahren oder ein sehr ruhiger Recovery- beziehungsweise GA1-Lauf.

Warum Regeneration unverzichtbar ist

Der Trainingsreiz entsteht während der Einheit, die gewünschte Anpassung entwickelt sich in den Stunden und Tagen danach. Ein harter Lauf am Folgetag löscht den Reiz des Schwellenlaufs nicht einfach aus. Er kann aber die Wiederauffüllung der Energiespeicher, die muskuläre Erholung und die Qualität der nächsten Trainingsreize beeinträchtigen. Wer harte Tage ständig stapelt, sammelt häufig mehr Ermüdung als wirksame Trainingszeit. Schlaf, ausreichende Energie- und Kohlenhydratzufuhr, Flüssigkeit sowie ein wirklich lockerer Folgetag sind deshalb Teil der Einheit – nicht verlorene Trainingszeit.

Die häufigsten Fehler

Zu schnelles Starttempo ist der Klassiker: Die Einheit rutscht über die Schwelle und wird zum VO₂max- oder Wettkampftraining. Weitere Fehler sind zu viel Gesamtzeit, zu kurze oder zu schnelle Trabpausen, fehlendes Einlaufen, starres Festhalten an einer Pace trotz Hitze oder Vorermüdung und ein weiterer harter Lauf am nächsten Tag. Auch pauschale Prozentformeln oder die Schwellenwerte anderer Läufer führen leicht in den falschen Bereich. Das Ziel ist nicht maximale Erschöpfung, sondern möglichst viel sauber kontrollierte Arbeit in der vorgesehenen Intensität.

Die eigenen Zonen mit ZoneX annähern

Damit ein Schwellenlauf wirklich ein Schwellenlauf bleibt, solltest du deine persönlichen Trainingsbereiche kennen. ZoneX nutzt Atem- und Leistungsdaten, um unter anderem VT1, VT2 und den respiratorischen Kompensationspunkt einzuordnen und daraus Herzfrequenz- und Tempobereiche abzuleiten. Auch eine solche Analyse ist keine unveränderliche Wahrheit: Tagesform und Messunsicherheit gehören berücksichtigt. Sie liefert aber eine deutlich bessere Annäherung als Standardformeln und hilft, Pace, Herzfrequenz, Atmung und Belastungsgefühl miteinander zu verbinden.

Mein Praxistipp: Beende einen Schwellenlauf mit dem Gefühl, noch eine kontrollierte Wiederholung geschafft zu haben. Der Reiz soll stark sein – aber so dosiert, dass du ihn durch echte Regeneration auch verarbeiten kannst.
ZoneX kennenlernen
Quellen und weiterführende InformationenPoole & Gaesser: Anpassung von Laktat- und ventilatorischer SchwelleGaskill et al.: progressive Trainingsintensität und SchwellenanpassungKelemen et al.: eine lange gegenüber zwei kurzen SchwellenbelastungenMatsunaga et al.: Wiederauffüllung des Muskelglykogens über 24 StundenDi Donato et al.: Proteinsynthese während 24 bis 28 Stunden Erholung
03Trainingsplanung

Warum dein Trainingsplan zu deinem Leben passen muss

Ein Plan ist nur dann gut, wenn er unter realen Bedingungen umsetzbar bleibt. Beruf, Familie, Schlaf und verfügbare Zeit gehören deshalb in die Trainingssteuerung.

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Vom Ziel rückwärts planen

Ausgehend vom Wettkampf oder Gesundheitsziel werden Trainingsphasen, Schwerpunkte und notwendige Regeneration geplant. So erhält jede Woche eine Funktion.

Zeitbudget statt Wunschdenken

Entscheidend ist nicht, wie viele Einheiten theoretisch optimal wären, sondern welche Einheiten du verlässlich absolvieren und regenerieren kannst. Schlüsselreize werden priorisiert, ergänzende Einheiten flexibel eingeordnet.

Wöchentlich reagieren

Stress, Krankheit, Reisen oder schlechter Schlaf verändern die Belastbarkeit. Beim Check-in werden absolvierte Einheiten, Körpergefühl und die kommende Woche bewertet. Umfang, Intensität und Termine werden darauf abgestimmt.

Konstanz schlägt Perfektion

Ein realistischer Plan erzeugt weniger Schuldgefühl und mehr Kontinuität. Langfristig entstehen Fortschritte aus vielen passenden Wochen – nicht aus einzelnen perfekten Tagen.

Der Trainingsplan passt sich deinem Leben an. Nicht umgekehrt.
04Trainingswissen

Warum lockere Läufe wirklich locker sein dürfen

Grundlagentraining wirkt nicht besser, nur weil jeder Lauf anstrengend ist. Lockere Einheiten schaffen Ausdauer und halten den Erholungsbedarf kontrollierbar.

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Die aerobe Basis

Im lockeren Bereich lernt der Körper, Sauerstoff und Energie ökonomisch bereitzustellen. Gleichzeitig können längere Belastungszeiten mit überschaubarer Ermüdung gesammelt werden.

Sprechtest und persönliche Zone

Bei einem lockeren Lauf sollte meist eine Unterhaltung in ganzen Sätzen möglich sein. Individuelle ZoneX-Bereiche sind genauer als pauschale Altersformeln; an warmen Tagen oder bei Müdigkeit darf die Pace entsprechend sinken.

Das Problem der grauen Zone

Wer jeden Lauf mittelmäßig hart absolviert, ist für echte Qualitätseinheiten oft zu müde und läuft zugleich nicht locker genug für optimale Erholung. Eine klare Trennung der Belastungen verbessert die Steuerung.

Wann langsamer sinnvoll ist

Nach harten Einheiten, bei hohem Alltagsstress oder erhöhtem Ruhepuls kann ein sehr lockerer Lauf, eine kürzere Einheit oder vollständige Pause die bessere Trainingsentscheidung sein.

Locker ist eine gezielte Intensität – kein Zeichen von fehlendem Ehrgeiz.
05Lauftechnik

Besser laufen bedeutet nicht härter laufen

Technik verbessert sich durch Aufmerksamkeit, saubere Wiederholungen und passende Übungen – nicht durch maximale Ermüdung.

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Vier Phasen beobachten

Fußaufsatz, Stütz, Abdruck und Schwung zeigen, wo Stabilität verloren geht, Bremskräfte entstehen oder Vortrieb fehlt. Eine Analyse betrachtet den gesamten Bewegungsablauf.

Individuell statt Idealbild

Körperbau, Beweglichkeit, Kraft, Tempo und Erfahrung beeinflussen den Laufstil. Ziel ist kein künstliches Einheitsmuster, sondern eine stabile und ökonomische Bewegung, die zur Person passt.

Kurze Technikblöcke

Lauf-ABC nach dem Einlaufen, kurze Frequenzläufe und kontrollierte Steigerungen trainieren Koordination in frischem Zustand. Wenige saubere Wiederholungen sind wirksamer als viele müde.

Langsam verändern

Große technische Änderungen erhöhen kurzfristig die Belastung auf ungewohnte Strukturen. Deshalb werden Impulse schrittweise eingeführt und mit Kraft, Stabilität und ausreichender Anpassungszeit verbunden.

Gute Lauftechnik spart unnötige Bewegung – sie verlangt nicht automatisch mehr Kraft.
06Marathon

Beruf und Marathontraining realistisch verbinden

Marathontraining braucht Zeit, aber keine perfekte Lebensplanung. Entscheidend sind Prioritäten, flexible Wochen und ein kontrollierter Aufbau.

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Schlüsseleinheiten definieren

Langer Lauf, ein gezielter Qualitätsreiz und ausreichend lockere Kilometer bilden häufig das Gerüst. Wenn eine Woche eng wird, werden diese Bausteine sinnvoll priorisiert statt alles nachzuholen.

Lange Läufe organisieren

Der lange Lauf wird an Familie und Beruf angepasst: früh am Morgen, an einem anderen Wochentag oder gelegentlich geteilt, wenn es zum Trainingsziel passt. Danach muss echte Regenerationszeit folgen.

Belastung außerhalb des Trainings

Arbeitsstress, Schlafmangel und Reisen beanspruchen denselben Organismus. Eine harte Berufswoche kann deshalb eine leichtere Trainingswoche erfordern, auch wenn der Plan ursprünglich anders aussah.

Verpasste Einheiten nicht stapeln

Ausgefallene Kilometer werden nicht automatisch nachgeholt. Mehrere harte Einheiten dicht hintereinander erhöhen Ermüdung und Verletzungsrisiko. Der Plan wird ab dem aktuellen Tag neu geordnet.

Wettkampfwoche vereinfachen

Vor dem Marathon werden Organisation, Anreise, Verpflegung und Ausrüstung früh geklärt. Das reduziert Stress und lässt Raum für Schlaf, lockere Bewegung und mentale Vorbereitung.

Ein erfolgreicher Marathon entsteht aus einem belastbaren Prozess – nicht aus einer lückenlosen Tabelle.
07Athletiktraining

Hüft- und Rumpfstabilität: die Basis für einen effizienten Laufstil

Ein stabiler Rumpf und eine gut kontrollierte Hüfte helfen dabei, Kräfte zielgerichtet zu übertragen, das Becken über dem Standbein zu führen und unnötige Ausweichbewegungen zu reduzieren. Entscheidend ist regelmäßiges, progressives Training – nicht ein möglichst kompliziertes Übungsprogramm.

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Warum Hüfte und Rumpf beim Laufen zusammenarbeiten

Bei jedem Schritt muss der Körper die Landung kontrollieren und den nächsten Abdruck vorbereiten. Die seitliche Gesäßmuskulatur stabilisiert das Becken, Hüftstrecker unterstützen den Vortrieb und der Rumpf verbindet Ober- und Unterkörper. Fehlt Kontrolle, können Becken, Knie oder Oberkörper stärker ausweichen. Gute Stabilität macht nicht automatisch schneller, schafft aber eine bessere Voraussetzung für einen ruhigen und effizienten Bewegungsablauf.

Die gängige Empfehlung: zwei Einheiten pro Woche

Für gesunde Erwachsene empfehlen WHO und ACSM muskelkräftigende Aktivität an mindestens zwei Tagen pro Woche. Für Läuferinnen und Läufer sind zwei kurze, konsequente Einheiten von etwa 20 bis 35 Minuten meist sinnvoller als eine seltene, sehr lange Einheit. Beginne mit ein bis drei Sätzen pro Übung und etwa sechs bis zwölf kontrollierten Wiederholungen beziehungsweise 20 bis 40 Sekunden bei Halteübungen.

Bewährte Übungen für Läuferinnen und Läufer

Eine praxistaugliche Auswahl kombiniert einbeinige Kraft, seitliche Hüftstabilität und Rumpfkontrolle: Split Squat oder Step-up, einbeiniger Romanian Deadlift, seitliche Bandgänge, Seitstütz, Dead Bug oder Pallof Press sowie einbeinige Wadenheber. Wähle vier bis sechs Übungen, führe sie technisch sauber aus und steigere nach und nach Widerstand, Bewegungsumfang oder Wiederholungen.

Qualität und Progression vor maximaler Erschöpfung

Die aktuellen ACSM-Empfehlungen betonen, dass Regelmäßigkeit wichtiger ist als komplexe Methoden. Trainiere nicht jede Serie bis zum Muskelversagen. Beende einen Satz, solange die Position von Becken, Knie und Rumpf stabil bleibt. Wird die Übung sicher beherrscht, folgt eine kleine Steigerung. So entsteht Belastbarkeit ohne unnötig starke Müdigkeit für die Laufeinheiten.

Beweglichkeit gezielt ergänzen

Stabilität braucht ausreichende Bewegungsfreiheit. Besonders Hüftstreckung, Sprunggelenksbeweglichkeit und die Rotation der Brustwirbelsäule beeinflussen den Bewegungsraum. Vor dem Laufen eignen sich dynamische Mobilisationsübungen; längeres statisches Dehnen passt eher in eine eigene Einheit oder nach dem Training. Beweglichkeit wird dort trainiert, wo eine tatsächliche Einschränkung besteht – nicht pauschal um jeden Preis.

So passt Athletik in die Laufwoche

Lege das Stabilitäts- und Krafttraining idealerweise an lockere Lauftage oder mit genügend Abstand vor wichtige Tempoeinheiten. Vor einer Schlüsseleinheit reicht ein kurzer Aktivierungsblock; ein anspruchsvolleres Krafttraining benötigt Erholung. Bei Schmerzen, deutlichem Kraftverlust oder anhaltenden Beschwerden sollte die Ursache fachlich abgeklärt und das Programm individuell angepasst werden.

Mein Praxistipp: Zwei gut geplante Einheiten pro Woche reichen als starke Basis – entscheidend sind saubere Bewegung, eine stabile Hüfte, ein kontrollierter Rumpf und eine schrittweise Steigerung.
Quellen und weiterführende InformationenWHO: Empfehlungen zu körperlicher AktivitätACSM: aktualisierte Krafttrainings-Empfehlungen 2026

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Markus ZaunerReitberg 158, 5301 Eugendorfdeinlauftrainer1994@gmail.comInstagram: @markus_zauner_running ↗YouTube: Dein Lauftrainer ↗